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“Wie kann ich Remis annehmen? Ich weiß ja gar nicht, wie ich stehe!”
— Fritz Sämisch

Turnierbericht Rheinland-Pfalz-Open (30.5 – 2.6.2013)

(von Andreas Schwarz)

Die Nibelungenstadt Worms richtete in diesem Jahr die Rheinland-Pfalz Meisterschaft als offenes Turnier aus. 172 Teilnehmer meldeten sich an. Die Troisdorfer Abgesandten waren im Ortsteil Pfeddersheim unweit des Spiellokals untergebracht. Abends wurden die nicht vorhandenen Bürgersteige früh hochgeklappt und obwohl der Hotelier zu uns meinte: „Gehst du links, gehst du rechts, alles da“ wurde uns schnell klar, daß wir uns auf das Schachspielen konzentrieren mußten. Vielleicht noch ein kleiner Hinweis an alle Fußball-Fans. Selbst im Zentrum fanden wir keine passende Kneipe um das DFB-Finale zu sehen. Wir landeten schließlich in einem türkischen Restaurant!

Doch nun zum Turnierverlauf:
Elo-Favorit und auch überlegener Sieger wurde der aus Georgien stammende GM Alexandre Dgebuadze. Er gab nur ein Remis ab und gewinnt mit 6,5 Punkten aus 7 Runden. Knapp dahinter folgt auf Rang 40 Andreas Schwarz mit 4 Punkten. Sein Highlight war sicher das Remis aus Runde 2 gegen IM Juri Boidman. Die Partie zum Nachspielen folgt am Ende des Artikels.
Ewald Heck lehrte der Wormser Jugend das Fürchten. Seine Kenntnisse in der Benoni-Verteidigung brachten ihm einen schönen Sturmsieg gegen Niclas Thumm ein. Auch wenn der Bub gerade über das Brett schauen konnte, merkt euch diesen Namen.
Dieter Kinnert spielte auch ein gutes Turnier. In Runde 2 nötigte er GM Zigurd Lanka aus Lettland nach ungewöhnlicher Eröffnungsbehandlung sein ganzes Können ab. Doch der lettische Großmeister sprang nochmal von der Schippe.


Alle Ergebnisse und Tabellen gibt es hier: http://rlp-open.schach-worms.de

Schwarz, Andreas – IM Boidman, Juri

1.e4 d5 2.exd5 Sf6 3.c4 c6 4.d4 cxd5 5.Sc3 e6 6.Sf3 Sc6 7.Ld3 dxc4 8.Lxc4 Le7 9.O-O O-O 10.a3 b6 11.Te1 Lb7 12.La2 Tc8 13.Dd3 Dd6 14.Lg5 Sa5 15.Sb5 Db8 16.Se5 a6 17.Lxf6 Lxf6 18.Lb1 g6 19.Sd7 Df4 20.g3 Dg5 21.Sd6 Kg7 22.Sxb7 Sxb7 23.Sxf8 Txf8 24.Dxa6 Sa5 25.Dxb6 Td8 26.Td1 Sc4 27.Db3 Sd6 28.De3 Dd5 29.La2 Db7 30.Db3 Da7 31.Db4 Sf5 32.Dc5 Db7 33.d5 Dxb2 34.Tdb1 Dd2 35.Td1 Db2 36.Tdb1 De2 37.Te1 Dg4 38.Tad1 Sd4 39.Txd4 Lxd4 40.Dc7 Df3 41.Tf1 Ta8 42.dxe6 Txa3 43.exf7 Td3 44.f8D+ Kxf8 45.Dd6+ Kg7 46.De7+ Kh6 47.Dh4+ Kg7 48.De7+ Kh8 49.De8+ Kg7 50.De7+ remis

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Schach-Fakt

Ein Simultanspiel der ungewöhnlichen Art fand im Jahr 1999 statt. Hape Kerkeling spielte verkleidet als iranischer Schachmeister gegen Spieler des Schachklubs FC Bayern. Ihm half die damals 14jährige Elisabeth Pähtz, die ihre Züge via Funk an Kerkeling übermittelt.