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“Wie kann ich Remis annehmen? Ich weiß ja gar nicht, wie ich stehe!”
— Fritz Sämisch

Turnierbericht Deutschlandcup (30.9 – 5.10.2016)

(von Ewald Heck)

Vom 30. September bis 5. Oktober 2016 fand in Wernigerode/Harz die siebte Auflage des Deutschlandcup statt. Website: www.deutschlandcup.org.
Um ein wenig Spielpraxis zu bekommen, habe ich schon im Juni die Anmeldung ausgefüllt und gemeinsam mit meiner Frau Erika ging es mit dem ICE und Regionalzügen in die „Bunte Stadt am Harz“. Das Hotel liegt nur 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt und bot sehr gute Spielbedingungen. Aber auch das zuvorkommende Personal und die ausgezeichnete Küche darf nicht unerwähnt bleiben! www.hkk-wr.de

Veranstalter war der Deutsche Schachbund e.V. Der Deutschland-Cup wird in 12 Wertungsgruppen ausgetragen und die Teilnehmer spielen in ihren Spielstärkeklassen untereinander. Ich war in Gruppe 6 (DWZ 1600 bis 1699) eingruppiert worden., 163 Spielerinnen und Spieler gingen an den Start. Alle Altersgruppen waren vertreten. Gespielt werden 6 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge, nach der Zeitkontrolle erhält jeder Spieler 30 Minuten zusätzlich für alle noch verbleibenden Züge. Jeder Spieler erhält pro Zug 30 Sekunden zu seiner Bedenkzeit hinzugefügt. An den spielfreien Nachmittagen und am Sonntag war reichlich Gelegenheit, am touristischen Programm teil zu nehmen: Besichtigung Schloss Wernigerode, Stadtführung durch das historische Zentrum, Brockenwanderung, Ostharzrundfahrt und Westharzrundfahrt mit Oldtimerbus, Blitzturnier der Harzsparkasse, Tagesausflug nach Gernrode, Rathausführung und eine  Brauereibesichtigung Hasseröder.

Es wurde durchaus hart um jeden halben Zähler gerungen – Kurzremis gab es keine (jedenfalls nicht bei mir). Drei Stunden saß ich wenigstens am Brett; einmal sogar fünfeinhalb Stunden. Mein Ziel waren 4 Punkte. Hat aber leider nicht geklappt! Nur in der zweiten Runde konnte ich einen ganzen Punkt verbuchen, sonst nur Unentschieden. Auf jeden Fall ein Remis zu viel. Am Ende kam ich beim Addieren nur auf 3,5 Punkte, was den 7. Platz bedeutete. Der Grupensieger schaffte 4,5 Punkte und dann folgten fünf Spieler mit 4 Zählern auf dem Konto.

Am Mittwochnachmittag fand im Rathaus die Abschlussfeier mit Siegerehrung statt. Die Sieger der 12 Gruppen erhielten einen wertvollen Pokal und den Titel:
Sieger des „Deutschland-Cup 2016“. Die ersten fünf jeder Wertungsgruppe nahmen eine Urkunde und einen Sachpreis in Empfang. Es gab Preise von rund 5.000 €. Alle Spieler bekamen eine Teilnehmerurkunde. Die gute Organisation lag in Händen des Turnierdirektors Dr. Dirk Jordan Und dem Referenten für Breitensport im DSB, Hugo Schulz. Es war ein sehr schönes Turnier mit viel Abwechslung in den spielfreien Zeiten und ein gutes Hotel – wir werden sicher nochmal hinfahren!


Nächste Termine

Trainings- und Spielabend 04.09.2018
Jugendtraining 04.09.2018
Vereinspokal Vorrunde 11.09.2018
Jugendtraining 11.09.2018
Vereinspokal Viertelfinale 18.09.2018
Jugendtraining 18.09.2018
Jugendtraining 25.09.2018
Vereinspokal Halbfinale 25.09.2018
Jugendtraining 02.10.2018
Vereinspokal Finale 02.10.2018
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Aktuelle Mannschaftsplatzierungen

1. Mannschaft Verbandsliga Süd:1. Platz
2. Mannschaft 1. Kreisklasse:1. Platz
3. Mannschaft 2. Kreisklasse:1. Platz
Details

Schach-Fakt

Ein Simultanspiel der ungewöhnlichen Art fand im Jahr 1999 statt. Hape Kerkeling spielte verkleidet als iranischer Schachmeister gegen Spieler des Schachklubs FC Bayern. Ihm half die damals 14jährige Elisabeth Pähtz, die ihre Züge via Funk an Kerkeling übermittelt.